VDI-Studienpreise 2015

Studienpreis des VDI MV 2015 für Tim Jurisch, M.Sc., Universität Rostock

PD Dr.-Ing. habil. János Zierath, VDI MV (rechts) überreicht Tim Jurisch, M.Sc. den mit 500 € dotierten Preis.
Foto: Oliver Boyens, VDI MV

Auf der akademischen Festveranstaltung der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock, am 20. November, überreichte PD Dr.-Ing. habil. János Zierath einen der VDI-Studienpreise des Jahres 2015 an Herrn Tim Jurisch, M.Sc. für seine Masterthesis „Auswertung von Duchsickerungsversuchen am DredgDikes-Versuchsdeich durch inverse Modellierung mit FEFLOW“ am Lehrstuhl für Geotechnik und Küstenwasserbau.

Die Arbeit beschäftigt sich mit der numerischen Strömungssimulation am DredgDikes-Versuchsdeich in Markgrafenheide. Tim Jurisch konnte belegen, dass die Durchlässigkeit der Dichtungsschicht um bis zum 6000-fachen höher sein muss.

„Die Gesamtnote von „Sehr gut““, so Prof. Dr.-Ing. Fokke Saathoff, der Herrn Jurisch für diesen Studienpreis vorgeschlagen hat, „spiegelt nicht nur die Leistung der Masterarbeit wieder, sondern auch sein Engagement während der gesamten Studiendauer als wissenschaftlicher Mitarbeiter und studentische Hilfskraft.“

Der Verein Deutscher Ingenieure MV wünscht Tim Jurisch viel Erfolg bei seiner Doktorarbeit und auch alles Gute für seine angestrebte Tätigkeit als Entwicklungshelfer im Bereich der Verbesserung flutgefährdeter Landschaften und Verbesserung der Trinkwasserqualität.

Studienpreis des VDI MV 2015 für Andreas Geier, M.Sc, Universität Rostock

Mario Kokowsky, Vorsitzender VDI MV überreicht Andreas Geier, M.Sc.am 13. November im Audimax der Uni Rostock den Studienpreis für seine hervorragende Masterarbeit.
Foto: Daniel Rönnpagel, VDI MV

"Reglerentwurf für die robotergestützte laparoskopische Chirurgie"
ist der Titel der Masterarbeit von Andreas Geier. Er hat sie im Rahmen seines Masterstudiums Biomedizinische Technik während eines achtmonatigen Japan Aufenthaltes am Future Machine Technology Laboratory des Kanazawa Institute of Technology bei Prof. Ryoichi Suzuki angefertigt.
„Japan ist vielleicht nicht das nächstgelegenste Land, um eine Masterarbeit zu schreiben, aber, wo sonst“, so Andreas Geier, „könnte man Robotik besser studieren“.

Ziel der Masterarbeit war es, die infolge der Minimalinvasivität bedingten Probleme robotergestützt nicht nur zu kompensieren, sondern die Leistungsfähigkeit des Operateurs zu erhöhen.
Denn obwohl die laparoskopische Operation Vorteile gegenüber konventionellen Eingriffen bietet, stellt dieses minimalinvasive Verfahren aufgrund des eingeschränkten Zugangs hohe Anforderungen an den Operateur. Aus diesem Grund bleibt das Potenzial der minimalinvasiven Eingriffe bislang unter hohem Aufwand und hohen Kosten nur sehr fähigen Chirurgen vorbehalten.

Zusammengefasst beschreibt Geier seine Herangehensweise: „Ein parallel-kinematischer Roboter wurde als Werkzeughalter mit einem Laparoskop ausgestattet. Aus den Echtzeitaufnahmen des Laparoskops wurde zunächst die Position des Operationswerkzeuges automatisiert identifiziert. Im Rahmen eines Visual Feedback Regelungskonzeptes wurden dann verschiedene nichtlineare Regler implementiert, die über die Konfigurationsänderung des Roboters eine Verfolgung dieses Operationswerkzeuges ermöglichten. Die innerhalb einer Mehrkörpersimulation implementierten Regelungsstrategien wurden mit Hilfe von Experimenten am Roboter validiert. Der Roboter zeigte eine sehr gute Trackingperformance, die es dem Operateur u.a. ermöglichen könnte, das aktuelle Operationsfeld automatisiert zu überblicken.“

Studienpreis des VDI MV 2015 für M.Eng. Thomas Laudan, HS Wismar

Der Schatzmeister des VDI MV, Klaus Riedner, überreicht Thomas Laudan, M.Eng. den VDI Studienpreis für seine hervorragenden Leistungen im Masterstudiengang „Informations- und Elektrotechnik“.
Foto: Dr.-Ing. Manfred Krüger/HS Wismar

Im Rahmen der feierlichen Exmatrikulierung der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule Wismar, in der St. Georgen-Kirche, überreichte Klaus Riedner, Schatzmeister VDI MV, einen der sechs Studienpreise des Jahres 2015 an M. Eng. Thomas Laudan für seine Masterthesis "Entwicklung einer echtzeitfähigen, autarken Datenerfassungseinheit".

Aufgabe seiner Masterarbeit war es ein universell einsetzbares System zum Testen von Regelalgorithmen für die Grundlagenentwicklung für die Lübecker Firma Dräger zu entwickeln. Eine beispielhafte Anwendung, so Laudan, wäre die schattenkompensierte Lichtregelung einer OP-Leuchte. Das heißt, die LEDs werden so angesteuert, dass z.B. Handschatten des Chirurgen minimiert werden. Die besondere Herausforderung lag an den hohen Anforderungen der analogen Ein- und Ausgänge sowie der dabei einzuhaltenden Zykluszeit von 1 ms für die Regelung. Auf dem Markt bestehende Systeme galten als zu sperrig in der Bedienung und waren außerdem zu groß für einen universellen Einsatz, das System sollte etwa handgroß sein.
Nachdem er verschiedene Systeme analysiert hatte entschied er sich für ein Linux basiertes System. Nachdem Thomas Laudan auch noch zusätzliche Hardwarekomponenten und Zusatzsoftware entwickelt hatte, konnte er die geforderte Aufgabenstellung erfüllen.

Studienpreis des VDI MV 2015 für M. Eng. Jannic Herrmann, FH Stralsund

Der Vorsitzende des Landesverbandes/Bezirksvereins des VDI MV, Mario Kokowsky, überreicht M.Eng. Jannic Hermann die Urkunde.
Foto: FH Stralsund

Der VDI Mecklenburg-Vorpommern vergibt jedes Jahr 6 Studienpreise, die mit je 500 € dotiert sind: Neben hervorragenden ingenieurwissenschaftlichen Leistungen wird auch ein Engagement für die Hochschule und darüber hinaus in gesellschaftlichen Bereichen gewertet.

Am 15. September überreichte Dipl.-Ing. Mario Kokowsky, Vorsitzender des LV/BV des VDI Mecklenburg-Vorpommern, einen dieser Studienpreise an Herrn M. Eng. Jannic Herrmann. In seiner Masterarbeit „Vorgehensmodell zur teamorientierten Planung und Steuerung von komplexen Kundenprojekten“ zeigt er die Bedeutung des Faktors „Mensch“ in Projekten auf.

Um in Zukunft besser auf die Unvollkommenheiten und Risiken der Teamorientierung in Projekten eingehen zu können, hat Herrmann in seiner Masterarbeit ein Vorgehensmodells zur teamorientierten Planung und Steuerung von komplexen Kundenprojekten erstellt.

Dazu verglich er aktuelle Planungs- und Steuerungsansätze von fünf gängigen Projektmanagement-Standards untereinander.

Infolge der so gewonnenen Erkenntnisse und ersten Gesprächen mit Experten erarbeitete er ein hypothetisches Vorgehensmodell, das im Anschluss durch weitere 15 Interviews validiert wurde.

Im Ergebnis wurde aus den gesammelten Erfahrungen der Befragten sowie dem theoretisch in der Arbeit aufgebauten Fundament aus dem hypothetischen Modell ein Best Practice Vorgehensmodell entwickelt, das die P3 automotive GmbH, Stuttgart, befähigen soll, schnell ein Projekt teamorientiert zu planen und steuern. 

Studienpreis des VDI MV 2015 für M. Eng. Michael Wolf, HS Neubrandenburg

VDI Landesvorsitzender Mario Kokowsky überreicht im Rahmen der feierlichen - Immatrikulation in der Konzertkirche in Neubrandenburg M.Eng. Michael Wolf die Urkunde des VDI Studienpreises MV 2015
Foto: Bernd Krull, Hochschule Neubrandenburg

Der VDI, der Verein Deutscher Ingenieure, bündelt das Know-how seiner rund 154 000 Mitglieder und 12 000 ehrenamtlichen Experten, agiert als Multiplikator von Technikwissen und gibt den Ingenieurinnen und Ingenieuren eine Stimme. Besonders auf die Fahnen geschrieben hat sich der VDI die Förderung des technischen Nachwuchses. Angefangen bei den Kleinsten, den VDIni-Club-Mitgliedern – von 4 bis 12 Jahren -, über die Zukunftspiloten – von 13 bis 18 Jahre – bis hin zu den Studenten, beispielsweise mit Studienpreisen.

Am 28. September übergab Mario Kokowsky, in Personalunion Vorsitzender des Landesverbandes und des Bezirksverein des VDI Mecklenburg-Vorpommern, einen der Studienpreise 2015 an Michael Wolf in Würdigung seiner MasterarbeitAnalyse und Entwicklung von Höhenmodellen für Windgradienten und Verifikation mit realen Daten“. 

Das zentrale Thema der Arbeit ist die höhenabhängige Analyse und Beschreibung vertikaler Windprofile und fand in enger Kooperation mit einem bekannten Windparkbetreiber statt. Die Kenntnis dieser Windprofile erlaubt über sogenannte Energieertragsmodelle eine Prognose über den zukünftigen Energieertrag von Windenergieanlagen. Ein wesentlicher Aspekt, so Michael Wolf, ist dabei der Einsatz von sogenannten Höhenmodellen für vertikale Windgradienten. Bisher eingesetzte Höhenmodelle liefern nicht in allen relevanten Situationen eine qualitativ hinreichend genaue Vorhersage von Windgeschwindigkeitsverteilungen. Wolf ist es nun gelungen, im Rahmen seiner Masterarbeit verbesserte bzw. neuartige Höhenmodelle zu entwickeln und diese anhand realer Standortdaten von Windenergieanlagen zu testen. Die Qualität der Windverteilungsvorhersagen kann durch seinen Beitrag wesentlich verbessert werden.

1.Studienpreis des VDI Mecklenburg-Vorpommern des Jahres 2015 für Henning Puttnies, M.Sc.

Dr. Jànos Zierath, VDI MV, überreichte am 3. Juli auf dem Sommerfest der Fakultät Henning Puttnies die Urkunde.
Foto: Universität Rostock

Smart Homes, Smart Buildings, Smart Factories begegnen uns heute noch eher in den Medien als in der Realität. Der Grund dafür sind meist die Kosten. So liegen beispielsweise die Kosten für ein Smart Meter – ein wichtiger Baustein für ein Smart Home - das die Verbrauchsdaten von Wasser, Strom oder Gas automatisch erfasst und weitergibt zwischen 300 bis 500 €. Für die meisten Haushalte zu kostenintensiv, für Smart Homes aber unabdingbar. Henning Puttnies hat nun einen Prototyp geschaffen, der ohne Einschränkungen in der Praxis einsetzbar ist.

Vereinfacht ausgedrückt: Er hat als kostengünstige Hardwareplattform ein Raspberry Pi – also einen kleinen Einplatinencomputer – für weniger als 30 Euro verwendet. D.h die Kosten gegenüber einem üblichen Smart Meter liegen nur bei 10 %. Der Prototyp wurde erfolgreich in realen Arbeitsbedingungen getestet und hat hervorragende Ergebnisse erzielt.

Der Verein Deutscher Ingenieure in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet deshalb Henning Puttnies für seine herausragenden Leistungen im Masterstudiengang 2014/2015 am Institut für Angewandte Mikroelektronik und Datentechnik der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität Rostock und für seine hervorragende Masterarbeit „Konzipierung und Implementierung eines Smart-Metering-Systems zur automatisierten Zählerwerterfassung und Übermittlung“ mit dem 1. Studienpreis des VDI Mecklenburg-Vorpommern des Jahres 2015 aus. Der Preis beinhaltet jeweils einen Geldbetrag von 500 Euro.